Buenoooos!
Da unser letzter Blogpost vermutlich schon den Rahmen für euch gesprengt hat, haben wir unsere gestrige Abendgestaltung komplett außen vor gelassen.
Nach der Krankenhausbesichtigung ging es für uns ein letztes mal zum Plaza de España, da gestern unser vorletzter Tag angebrochen ist. Nach einer kleinen Stärkung haben wir uns danach auf den Weg zum Setas de Sevilla gemacht - einer geometrischen Aussichtsplattform. Unser Ziel war es, den Sonnenuntergang von dort aus zu beobachten. Also stellten wir uns schon kurz nach 19 Uhr an, da die Schlange riesig war und die Sehenswürdigkeit bei Touristen sehr begehrt ist.
Kurz vor dem Untergang der Sonne haben wir es dann nach oben geschafft und der Ausblick über die Stadt war wirklich überwältigend - aber seht selbst.
Heute starteten wir dann unseren letzten Tag. Morgens fingen wir an, unsere Koffer zu packen und die Wohnung zu putzen. Mittags ging es dann in unsere Sprachschule, um in erster Linie ein Interview mit Antonio zu führen, was für die Zwecke der Schule genutzt wird. Es gab zu dem noch kleinere organisatorische Dinge zu klären.
Um uns für die geleistete Arbeit zu bedanken und die letzten zwei Wochen nochmal gemeinsam Revue passieren zu lassen sind wir alle gemeinsam etwas trinken gegangen. Justine und Marie, unsere beiden tatkräftigen Helfer- und Übersetzerinnen waren auch mit von der Partie. Nun haben sich unsere Wege offiziell getrennt, was für uns natürlich nach der wunderbaren Zeit wirklich nicht ganz einfach ist...
Damit auch unsere Freunde und Familie an unseren Erlebnissen in Spanien teilhaben können, ging es dann nochmal in die Innenstadt, um Souvenirs zu shoppen. Der runde Abschluss unserer Reise war das gemeinsame Ausklingen lassen des Nachmittages mit ein paar Getränken und vielen Geschichten der einzelnen Personen.
Wir packen jetzt noch unsere restlichen Sachen und lassen den Abend ruhig und gediegen enden, denn wir werden schon um 04:45 Uhr an unserer Wohnung abgeholt...
Was sollen wir sagen? Die passenden Schlussworte für dieses Erlebnis gibt es nicht. Es war wirklich wunderschön in Sevilla. Nicht nur die Stadt, auch die Menschen. Wir haben selten so hilfsbereite Personen getroffen, die uns mit offenen Armen begrüßt und uns aus freien Stücken alles gezeigt haben. Der größte Dank geht natürlich an Antonio und die Idiomas Carlos V - wir sind einfach baff von so viel Engagement und Freundlichkeit. Wir können euch nur ans Herz legen: Falls ihr nach Sevilla wollt, meldet euch bei Antonio. Er wird euch mit Rat und Tat zu Seite stehen und euch die schönsten Ecken zeigen. Für uns steht jedenfalls fest, dass wir so bald wie möglich wieder hier her fliegen möchten, dann aber zum Urlaub machen!
Wir hoffen, die Begleitung auf unserer Reise hat euch gefallen. Natürlich werdet ihr noch von uns hören, denn mit dem Auslandsaufenthalt ist unser Projekt ja noch nicht beendet! ;)
Adios amigos - bis hoffentlich bald!
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Freitag, 11. Oktober 2019
Tolle Medizinische Versorgung
Buenos targes!
Leider können wir uns wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, erst heute bei euch zu Wort melden. Unser WLAN hat in den letzten Tagen komplett den Geist aufgegeben und das Datenvolumen unserer Handys nun auch. Aber wie immer hilft uns Antonio aus der Patsche und wir können das WLAN in der Schule für unsere letzten beiden Einträge nutzen.
Gestern war ein wirklich wahnsinnig interessanter Tag für uns. Wir sind ca. 30 Minuten zu einem privaten Krankenhaus an den Stadtrand von Sevilla mit der Metro und dem Bus gefahren. Dort angekommen dachten wir erstmal, dass wir uns in einem Hotel befinden, weil alles so modern und komfortabel eingerichtet war.
Beatrix, die uns mit ihrer Kollegin durch die ganze Einrichtung führte, erklärte uns auch einiges über die Geschichte des Krankenhauses. Es wurde in den letzten Jahren komplett saniert und noch immer gibt es Neuerungen.
Das klingt erstmal alles ganz normal, wie eben in jedem Krankenhaus. Der Unterschied liegt aber darin, dass die Patienten alle ein Einzelzimmer erhalten - egal ob Privatpatient oder staatlich Versicherter. Die Zimmer, mit atemberaubenden Ausblicken auf die ganze Stadt, bieten ausreichend Platz, haben ein modernes Badezimmer und eine Schlafcouch für Besucher. Für Privatpatienten gibt es sogar noch ein extra Wohnzimmer mit einem zweiten Badezimmer.
Wir durften JEDEN Raum besichtigen, inklusive Labor-, Therapie- und Röntgenräume. Was uns total geflasht hat? Es war ebenfalls kein Problem für die Spanier, uns einen Einblick in die Intensivstation zu gewähren. Davon haben wir mit Rücksicht auf die dort liegenden Patienten und Angehörigen natürlich keine Bilder gemacht.
Das Krankenhaus hatte für jeden Teil des Körpers - egal ob Rücken, Füße, Hirn, Lunge, ... - einen gesonderten Raum oder manchmal auch eine ganze Station. Ebenfalls sind dort Hirnspezialisten vertreten, die sehr bekannt für ihre Arbeit sind. Es ist der Einrichtung sehr wichtig, dass die Therapie speziell und individuell auf ihre Patienten eingestellt ist. Beispielsweise gab es einen Raum, in dem die kognitiven Fähigkeiten nach einem Unfall oder einer Erkrankung anhand eines virtuellen Bildschirms getestet werden. Denn viele Patienten muten sich zu schnell zu viel zu. So wird zum Beispiel herausgefunden, ob sie wirklich bereit sind, wieder Auto zu fahren. Für sehr schwer behinderte Patienten gibt es einen Raum in dem die Stimulation gefördert wird. Durch bunte bewegte Farben und Lichter die auch auf Geräusche, wie zum Beispiel ein Klatschen, reagieren wird geschaut, wie viel Reaktion die Menschen noch haben.
Wir hatten sogar die Ehre mit einem Sporttherapeuten zu sprechen, der mit einer Basketballmannschaft in Hollywood ein Trainingsprogramm entwickelt hat und mit einem berühmten Volleyballteam zusammengearbeitet hat.
Besonders an dieser Klinik ist ebenfalls dass es eine Station speziell für Kinder gibt. Sowas gibt es in ganz Sevilla nicht. Auch der Wartebereich und die Behandlungsräume in der Notaufnahme werden extra in Erwachsene und Kinder unterteilt.
Wir haben auch herausgefunden, dass die KFZ-Versicherung in Spanien die Krankenhauskosten nach einem Unfall für die Versicherten übernimmt.
Alles im allem können wir nur sagen: Hut ab! Es ist gar nicht möglich, euch alles so detailreich und ausführlich zu erklären, wie wir es gestern erlebt haben. Auch wenn das schon ein sehr langer Text ist, spiegelt dieser nur einen Teil unser gestrigen Erlebnisse wider.
Heute Abend kommt der Blogpost für euch dann wieder wie gewohnt. Wir genießen jetzt unseren letzten Tag.
Wir hören uns!
Leider können wir uns wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, erst heute bei euch zu Wort melden. Unser WLAN hat in den letzten Tagen komplett den Geist aufgegeben und das Datenvolumen unserer Handys nun auch. Aber wie immer hilft uns Antonio aus der Patsche und wir können das WLAN in der Schule für unsere letzten beiden Einträge nutzen.
Gestern war ein wirklich wahnsinnig interessanter Tag für uns. Wir sind ca. 30 Minuten zu einem privaten Krankenhaus an den Stadtrand von Sevilla mit der Metro und dem Bus gefahren. Dort angekommen dachten wir erstmal, dass wir uns in einem Hotel befinden, weil alles so modern und komfortabel eingerichtet war.
| Cafeteria |
| Liegen in der Notfallaufnahme |
| MRT-Röhre |
Das klingt erstmal alles ganz normal, wie eben in jedem Krankenhaus. Der Unterschied liegt aber darin, dass die Patienten alle ein Einzelzimmer erhalten - egal ob Privatpatient oder staatlich Versicherter. Die Zimmer, mit atemberaubenden Ausblicken auf die ganze Stadt, bieten ausreichend Platz, haben ein modernes Badezimmer und eine Schlafcouch für Besucher. Für Privatpatienten gibt es sogar noch ein extra Wohnzimmer mit einem zweiten Badezimmer.
| Besucherzimmer |
| Wohnzimmer |
Das Krankenhaus hatte für jeden Teil des Körpers - egal ob Rücken, Füße, Hirn, Lunge, ... - einen gesonderten Raum oder manchmal auch eine ganze Station. Ebenfalls sind dort Hirnspezialisten vertreten, die sehr bekannt für ihre Arbeit sind. Es ist der Einrichtung sehr wichtig, dass die Therapie speziell und individuell auf ihre Patienten eingestellt ist. Beispielsweise gab es einen Raum, in dem die kognitiven Fähigkeiten nach einem Unfall oder einer Erkrankung anhand eines virtuellen Bildschirms getestet werden. Denn viele Patienten muten sich zu schnell zu viel zu. So wird zum Beispiel herausgefunden, ob sie wirklich bereit sind, wieder Auto zu fahren. Für sehr schwer behinderte Patienten gibt es einen Raum in dem die Stimulation gefördert wird. Durch bunte bewegte Farben und Lichter die auch auf Geräusche, wie zum Beispiel ein Klatschen, reagieren wird geschaut, wie viel Reaktion die Menschen noch haben.
| Labor |
| Luftröhre |
| Trainer und Beatrix |
Wir haben auch herausgefunden, dass die KFZ-Versicherung in Spanien die Krankenhauskosten nach einem Unfall für die Versicherten übernimmt.
Alles im allem können wir nur sagen: Hut ab! Es ist gar nicht möglich, euch alles so detailreich und ausführlich zu erklären, wie wir es gestern erlebt haben. Auch wenn das schon ein sehr langer Text ist, spiegelt dieser nur einen Teil unser gestrigen Erlebnisse wider.
Heute Abend kommt der Blogpost für euch dann wieder wie gewohnt. Wir genießen jetzt unseren letzten Tag.
Wir hören uns!
Mittwoch, 9. Oktober 2019
Bürokratiehölle Europa und der große Schock
Hola aus dem sonnigen Sevilla!
Heute war ein aufregender Tag, weil es für uns endlich zu einer Versicherungsgesellschaft ging. Um neun Uhr trafen wir uns an der Schule und machten uns dann auf unseren ca. 30 minütigen Weg mit dem Bus. Erst einmal war es wie immer schwierig, ohne genaue Adresse das richtige Unternehmen zu finden.
| Jessica, Annalena, Antonio, Karo und Julius |
Ein Mitarbeiter war aber bereit, uns auch zur staatlichen Krankenversicherung etwas zu erklären, für die es übrigens nur ein Krankenversicherungsunternehmen gibt, bei dem alle Spanier versichert sind! Wir bekamen wie immer heraus, dass es hier eine beeindruckende Versicherung gibt, mit der alle sehr zufrieden sind. Bis auf Zahnimplantate und Schönheitsoperationen ist hier alles zu 100% abgedeckt. Der Beitragssatz, mit dem die Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- UND Unfallversicherung abgedeckt sind, beträgt hier in Spanien 20,4 Prozent. Die Einwohner hier empfinden dies als sehr teuer, was wir nur belächeln konnten. Man zahlt hier in Deutschland weit aus mehr Beiträge und uns sind dafür vom Gesetz, was die Kostenübernahme verschiedenster Leistungen betrifft, ziemlich die Hände gebunden, was hier absolut nicht der Fall ist.
Der Bürokratiewahnsinn ist aber anscheinend ein typisches Europa-Ding. Das System an sich ist zwar total einfach und unkompliziert, die Beantragung und die Wartezeiten jedoch das genaue Gegenteil. Justine, unsere englische Übersetzerin, die aber gebürtige Französin ist, erzählte uns nebenbei, dass es in Frankreich 1:1 dasselbe sei, obwohl das Sozialversicherungssystem absolut nichts mit dem von Deutschland oder Spanien zutun hat.
Eine elektronische Gesundheitskarte, die vor einer Behandlung beim Arzt gezeigt werden muss, gibts hier übrigens auch. Im Allgemeinen haben wir sehr viele Parallelen zu Deutschland gefunden und haben auch aus unserem eigenen Interesse noch viele Kleinigkeiten erfragt, die eigentlich nicht zu unseren Interviewfragen gehörten.
Danach ging es für die Mädels ab in die Shoppingstraßen von Sevilla, während Julius die Wohnung aufgeräumt hat - wie ihr seht haben wir unseren Hahn in der Gruppe sehr gut unter Kontrolle! ;)
Warum Julius aufräumen und alles putzen musste? Vor ein paar Tagen bekamen wir von unserem Vermieter eine wirre Information, dass wir ab Mittwoch einen Gast in unserer Wohnung haben der bis zum Ende des Projektes bleibt. Wo der oder besser gesagt sie schlafen soll? Tzija, das haben wir uns ehrlich gesagt auch gefragt, da alle Betten belegt sind. Wir waren bis heute der Meinung, dass er uns verwechselte und die Italienerin nicht mit in unser Apartment einzieht.
Doch: falsch gedacht. Wir müssen uns jetzt bis Samstag quasi mit einer wildfremden Person die Wohnung teilen. Julius hat extra sein Zimmer geopfert, damit wir das Wohnzimmer weiterhin als gemeinsamen Arbeits- und Essraum nutzen können, da die Italienerin sonst dort geschlafen hätte. Sie sollte eigentlich spätestens 20 Uhr ankommen - bisher ist noch nichts passiert. Es bleibt also spannend.
Morgen gehts dann zu unserem letzten Besuch - einem Krankenhaus. Wir sind wie immer gespannt und merken, wie sich die Zeit langsam zum Ende neigt, leider...
Wir hören uns morgen chicas y chicos!
Dienstag, 8. Oktober 2019
Buenas tardes Amigos!
Heute haben wir uns mal der komplett anderen Altersgruppe gewidmet, denn wir haben zwei Kindergärten besucht!👼
Auch heute ging es wieder zeitig (09:30 Uhr) los. Wir trafen uns wieder mit Antonio (unseren Partner vor Ort) und Marie (unsere perfekte Unterstützung beim dolmetschen)in der Sprachschule und machten uns per pedes zur ersten Einrichtung, welche in privater Hand war.
Kaum hatte Antonio geklingelt, öffnete sich die Eingangstür und wir wurden herzlich, wie die Spanier nunmal sind per Wangenkuss links und rechts, begrüßt. Nach einer kurzen Vorstellung beider Seiten, ging es schon in den ersten Raum, wo die kleinsten Racker (bis maximal ein Jahr alt) schon auf uns warteten. Eine Kindergärtnerin hatte es sich mit den Kindern auf dem Boden gemütlich gemacht, denn die Kleinen wollten mit einer Papprolle und roter Farbe auf einem Blatt Papier ihre künstlerischen Fähigkeiten austesten. Berührungsängste gab es nicht, da ein kleines Mädchen auf Julius zukam und seinen Finger hielt.😱😻
Weiter ging es zur nächsten Altersgruppe, die Kinder zwischen ein paar Monaten und zwei Jahren. Dort gab es gerade Frühstück. Jedoch wird schon hier Wert auf Selbstständigkeit gelegt, denn ihnen wird das Essen zwar gegeben, aber zum Mund führen und mampfen müssen sie schon allein. Dem ein oder anderen Kind hat das manchmal gar nicht gefallen. Wir wollten dabei auch nicht weiter stören, also ging es zur dritten und letzten Altersgruppe in diesem Kindergarten: den maximal Dreijährigen. Dort wurden alle Speisen schon zu sich genommen, jedoch nicht irgendwie. Komplett selbstständig muss gegessen werden! Als wir in das Zimmer reinkamen, wurden schon die Stühle selbstständig weggeräumt und die Brotbüchse verstaut. Einen neuen Star der Opernszene haben wir wahrscheinlich auch schon entdeckt, da ein Kind aus dem nichts anfing, für uns zu singen. Einfach herzallerliebst!🎤
Nachdem wir uns den Kindergarten komplett angeschaut haben, setzten wir uns mit der Leiterin zusammen auf den Boden, um über wesentliche Fakten zu sprechen. Heraus kamen viele Informationen. Die Kinder kommen im Schnitt mit 4 Jahren in die Schule. Dort wird jedoch erstmal nicht viel anders gemacht, als in Deutschland in der KiTa oder in der Vorschule. Des Weiteren wird sehr darauf geachtet, dass die Selbstständigkeit ausgebaut wird! Ein weiterer großer Aspekt ist, dass die Kinder psychologisch betreut werden, um früh genug Auffälligkeiten im Verhalten zu erkennen und zu fördern.🙇💪
Nach der Verabschiedung ging es mit dem Bus für ca. 15 Minuten zur nächsten Kindertagesstätte. Hier fiel uns gleich auf, dass es sich um eine andere Art handelt. Wie sich herausstellte, war dies nämlich eine staatliche Einrichtung. Uns empfing der Leiter, welcher großen Wert auf seine Mitarbeiter legte. Er selbst hatte nicht so ganz das perfekte Händchen für den Umgang mit Kindern. Wir sahen uns die einzelnen Räume an und sahen als erstes die Kleinsten beim Einschlafen.💤
Das Alter steigerte sich von Raum zu Raum, wie bei der ersten Einrichtung. Die Ältesten befanden sich gerade draußen beim Spielen, bevor es Mittagessen gab. Auch hier war das Gemecker über das selbstständige Essen bei Einigen wieder sehr groß. Der Unterschied zur ersten KiTa war hier, dass die Kinder sehr schnell bilingual (mit spanischen und englischen Worten) vertraut gemacht werden. Zwar sprechen sie nicht beide Sprachen, jedoch ist das Ziel, dass sie bei beiden Sprachen verstehen, was man grundsätzlich von ihnen möchte. Ein weiterer Unterschied war der Preis. Im ersten Kindergarten schwanken die Preise zwischen 230 - 400 EUR und im Zweiten gibt es einen staatlich festgelegten Preis in Höhe von 278,88 EUR.💰
Nach diesem Tag musste erst einmal eine Siesta gehalten werden. Nachdem alle wieder Energie hatten haben wir erneut unsere Stadt ein wenig erkundet und es uns am Guadal Quivir noch ein Getränk genehmigt. Morgen geht es dann zu einer Versicherungsgesellschaft, wofür wir mehr als fit sein müssen! In diesem Sinne:
Hasta pronto!🍹
Heute haben wir uns mal der komplett anderen Altersgruppe gewidmet, denn wir haben zwei Kindergärten besucht!👼
Auch heute ging es wieder zeitig (09:30 Uhr) los. Wir trafen uns wieder mit Antonio (unseren Partner vor Ort) und Marie (unsere perfekte Unterstützung beim dolmetschen)in der Sprachschule und machten uns per pedes zur ersten Einrichtung, welche in privater Hand war.
Kaum hatte Antonio geklingelt, öffnete sich die Eingangstür und wir wurden herzlich, wie die Spanier nunmal sind per Wangenkuss links und rechts, begrüßt. Nach einer kurzen Vorstellung beider Seiten, ging es schon in den ersten Raum, wo die kleinsten Racker (bis maximal ein Jahr alt) schon auf uns warteten. Eine Kindergärtnerin hatte es sich mit den Kindern auf dem Boden gemütlich gemacht, denn die Kleinen wollten mit einer Papprolle und roter Farbe auf einem Blatt Papier ihre künstlerischen Fähigkeiten austesten. Berührungsängste gab es nicht, da ein kleines Mädchen auf Julius zukam und seinen Finger hielt.😱😻
| Annalena beim Notieren der Infos |
| Marie war als Übersetzerin wieder einsame Spitze! |
| Die Leiterin der ersten KiTa |
Nachdem wir uns den Kindergarten komplett angeschaut haben, setzten wir uns mit der Leiterin zusammen auf den Boden, um über wesentliche Fakten zu sprechen. Heraus kamen viele Informationen. Die Kinder kommen im Schnitt mit 4 Jahren in die Schule. Dort wird jedoch erstmal nicht viel anders gemacht, als in Deutschland in der KiTa oder in der Vorschule. Des Weiteren wird sehr darauf geachtet, dass die Selbstständigkeit ausgebaut wird! Ein weiterer großer Aspekt ist, dass die Kinder psychologisch betreut werden, um früh genug Auffälligkeiten im Verhalten zu erkennen und zu fördern.🙇💪
Nach der Verabschiedung ging es mit dem Bus für ca. 15 Minuten zur nächsten Kindertagesstätte. Hier fiel uns gleich auf, dass es sich um eine andere Art handelt. Wie sich herausstellte, war dies nämlich eine staatliche Einrichtung. Uns empfing der Leiter, welcher großen Wert auf seine Mitarbeiter legte. Er selbst hatte nicht so ganz das perfekte Händchen für den Umgang mit Kindern. Wir sahen uns die einzelnen Räume an und sahen als erstes die Kleinsten beim Einschlafen.💤
Das Alter steigerte sich von Raum zu Raum, wie bei der ersten Einrichtung. Die Ältesten befanden sich gerade draußen beim Spielen, bevor es Mittagessen gab. Auch hier war das Gemecker über das selbstständige Essen bei Einigen wieder sehr groß. Der Unterschied zur ersten KiTa war hier, dass die Kinder sehr schnell bilingual (mit spanischen und englischen Worten) vertraut gemacht werden. Zwar sprechen sie nicht beide Sprachen, jedoch ist das Ziel, dass sie bei beiden Sprachen verstehen, was man grundsätzlich von ihnen möchte. Ein weiterer Unterschied war der Preis. Im ersten Kindergarten schwanken die Preise zwischen 230 - 400 EUR und im Zweiten gibt es einen staatlich festgelegten Preis in Höhe von 278,88 EUR.💰
| Julius, begeistert von all den Rackern |
| Der Leiter der zweiten KiTa |
| Abschlussbild eines erfolgreichen Tages |
Hasta pronto!🍹
Montag, 7. Oktober 2019
Abuela y Abuelo
Buenos noches!
Der heutige Tagesausflug führte uns zum Altersheim "Claret - Residencias de mayores". Viertel neun haben wir uns mit Justin, der englischen Übersetzerin und Marie, einer deutschen Praktikantin unserer Sprachschule, getroffen und sind mit dem Bus in Richtung Pflegeheim gefahren.
Dort angekommen wurden wir von einer Sozialarbeiterin und den Bewohnern herzlich begrüßt. Wir haben zuerst einen Rundgang durch das ganze Gebäude gemacht. Vor Ort gab es eine Cafeteria, zwei Physiotherapieräume, mehrere Aufenthaltszimmer für Besuche und natürlich die eigenen Zimmer der Besucher. Was uns überrascht hat waren viele kleine Fernsehräume, die wie ein Kinosaal aufgebaut waren, in denen die Bewohner gemeinsam Filme schauen können. Um sich wieder schick zu machen hat das Pflegeheim sogar einen eigenen Friseur!
| Cafeteria |
| Fernsehraum |
| Julius und Annalena |
An den Zimmern der Bewohner waren übrigens nicht nur die Namen angebracht, sondern auch immer ein Bild von den ein bis zwei Bewohnern oder Bewohnerinnen, was wir total süß fanden. Das Altersheim ist privat und muss auch von den älteren Herrschaften oder ihrer Familie selbst gezahlt werden. Ein Doppelzimmer kostet 1.500 Euro pro Monat und demzufolge kostet ein Einzelzimmer, je nach Ausstattung, noch mehr. In dem Preis ist natürlich die komplette Versorgung enthalten.
| Therapieraum |
| Zimmer eines Bewohners |
Aber tiefer wollen wir darauf gar nicht eingehen. Denn unsere Fragen (und noch viele weitere, die uns während dem Gespräch in den Sinn gekommen sind), wurden uns ausführlich beantwortet und werden am Ende des Projektes anhand den Antworten der einzelnen Länder miteinander verglichen. Wir wollen dem nichts vorweg nehmen.
| Marie beim Übersetzen |
Danach ging es für uns kurz einkaufen und nach Hause zum Mittag essen. Nach einer kurzen Entspannung haben wir uns nochmal auf die Socken gemacht und sind wieder zum Plaza de España gefahren, um noch einmal die Gegend inklusive der prunkvollen Gebäude zu entdecken.
Morgen begleitet uns Antonio, unser Projektpartner, zu zwei Kindergärten hier in Sevilla. Also gehts für uns wieder zeitig aus den Federn.
Wir sind jetzt ziemlich fertig von unserem Tag und werden unseren Abend gemütlich gemeinsam ausklingen lassen.
Hasta pronto!
Sonntag, 6. Oktober 2019
Der Kampf
Wir grüßen euch aus dem immer noch sehr warmen Sevilla und wünschen uns bei dem Blick auf die Temperaturen in Deutschland, dass die Zeit hier nicht so schnell verfliegt.
Gestern oder eher gesagt heute haben wir wie versprochen das Nachtleben in Sevilla erkundet. Zuerst sind wir mit der Metro zu dem "Festival intercultural de las naciones" gefahren. Dort gab es von jedem Land einen eigenen Stand mit den jeweiligen nationalen Spezialitäten. Was hieß das für uns? Alemania (Deutschland) suchen! Es gab Bratwurst und Kassler im Brötchen, aber definitiv nicht so wie wir es hier essen würden. Julius hat versucht, sich ein Paulaner Bier auf deutsch zu bestellen, aber wir haben ernüchternd festgestellt, dass keiner ein Wort deutsch sprechen konnte. Danach ging es für Karo nach Hause, da sie es immer noch sehr ruhig angehen muss aufgrund ihrer Erkältung.
Letztes Wochenende haben wir eine jugendliche Gruppe (die sogar gebrochen deutsch sprechen konnte) gefragt, wo denn dieses Wochenende was los sei. Also hieß es für uns: Ab in den Club "Cosmos". Voller Eifer stiefelten wir in den Club rein, nachdem wir wohlgemerkt zehn Euro Eintritt zahlen mussten und stellen fest: DER CLUB IST LEER! Bis auf die Barkeeper war keiner außer uns da. Doch um drei Uhr, als wir schon unsere Sachen zum gehen gepackt hatten und sehr enttäuscht waren, kamen plötzlich Leute und es war eine rieeeesen Schlange.
Wir haben dann natürlich sofort Einwohner gefragt, ob es in Spanien normal sei, dass kurz nach um Drei alle zu einer Party kommen, bejahten sie dies. Hier in Spanien ist durch die Siesta alles um mehrere Stunden verschoben. Um Vier war der Club ausverkauft!! Wir haben bis halb Sieben, im übrigens immer noch vollen Club, durchgehalten und sind per Uber zurück zur Unterkunft.
Heute Morgen (12 Uhr) begann für Annalena, Julius und Jessica dann der Kampf: aufstehen und mit Karo ab zum Plaza de España. Dort gab es viele prunkvolle Gebäude, unendlich viele Details in Mosaik, riesige Brunnen und eine schöne Natur zu sehen. Auf der Straße sah man Straßenmusiker und -künstler, die Flamenco und Akrobatik getanzt haben.
Außerdem gab es ca. 48 Wappen aus Mosaik der einzelnen Städte hier Spanien. Sie waren kunterbunt und es gab auf dem Fußboden immer eine Karte, wo sich die Stadt genau befindet, ebenfalls aus Mosaik. Wenn man innen die Bögen des Palazas lang ging erkannte man auch noch einmal die Wappen. Geländer, Verzierungen an den Türmen, Treppenstufen, Decken und Statuen waren alle in liebevoller Arbeit in Mosaik erbaut. Es war ein wahnsinnig schöner Anblick.
Außerdem konnte man sich noch ein Boot mieten und über den Guadalquivir schippern. Das nehmen wir uns für die nächsten Tage vielleicht noch vor, da wir auf jeden Fall nochmal einen Ausflug zum Plaza de España machen und dort picknicken wollen.
Morgen gehen wir in ein Altenheim. Wir sind sehr gespannt, aber jetzt gibts für uns erstmal die erste selbstgekochte Paella.
Gestern oder eher gesagt heute haben wir wie versprochen das Nachtleben in Sevilla erkundet. Zuerst sind wir mit der Metro zu dem "Festival intercultural de las naciones" gefahren. Dort gab es von jedem Land einen eigenen Stand mit den jeweiligen nationalen Spezialitäten. Was hieß das für uns? Alemania (Deutschland) suchen! Es gab Bratwurst und Kassler im Brötchen, aber definitiv nicht so wie wir es hier essen würden. Julius hat versucht, sich ein Paulaner Bier auf deutsch zu bestellen, aber wir haben ernüchternd festgestellt, dass keiner ein Wort deutsch sprechen konnte. Danach ging es für Karo nach Hause, da sie es immer noch sehr ruhig angehen muss aufgrund ihrer Erkältung.
Letztes Wochenende haben wir eine jugendliche Gruppe (die sogar gebrochen deutsch sprechen konnte) gefragt, wo denn dieses Wochenende was los sei. Also hieß es für uns: Ab in den Club "Cosmos". Voller Eifer stiefelten wir in den Club rein, nachdem wir wohlgemerkt zehn Euro Eintritt zahlen mussten und stellen fest: DER CLUB IST LEER! Bis auf die Barkeeper war keiner außer uns da. Doch um drei Uhr, als wir schon unsere Sachen zum gehen gepackt hatten und sehr enttäuscht waren, kamen plötzlich Leute und es war eine rieeeesen Schlange.
Wir haben dann natürlich sofort Einwohner gefragt, ob es in Spanien normal sei, dass kurz nach um Drei alle zu einer Party kommen, bejahten sie dies. Hier in Spanien ist durch die Siesta alles um mehrere Stunden verschoben. Um Vier war der Club ausverkauft!! Wir haben bis halb Sieben, im übrigens immer noch vollen Club, durchgehalten und sind per Uber zurück zur Unterkunft.
Heute Morgen (12 Uhr) begann für Annalena, Julius und Jessica dann der Kampf: aufstehen und mit Karo ab zum Plaza de España. Dort gab es viele prunkvolle Gebäude, unendlich viele Details in Mosaik, riesige Brunnen und eine schöne Natur zu sehen. Auf der Straße sah man Straßenmusiker und -künstler, die Flamenco und Akrobatik getanzt haben.
Außerdem gab es ca. 48 Wappen aus Mosaik der einzelnen Städte hier Spanien. Sie waren kunterbunt und es gab auf dem Fußboden immer eine Karte, wo sich die Stadt genau befindet, ebenfalls aus Mosaik. Wenn man innen die Bögen des Palazas lang ging erkannte man auch noch einmal die Wappen. Geländer, Verzierungen an den Türmen, Treppenstufen, Decken und Statuen waren alle in liebevoller Arbeit in Mosaik erbaut. Es war ein wahnsinnig schöner Anblick.
Außerdem konnte man sich noch ein Boot mieten und über den Guadalquivir schippern. Das nehmen wir uns für die nächsten Tage vielleicht noch vor, da wir auf jeden Fall nochmal einen Ausflug zum Plaza de España machen und dort picknicken wollen.
Morgen gehen wir in ein Altenheim. Wir sind sehr gespannt, aber jetzt gibts für uns erstmal die erste selbstgekochte Paella.
Adios amigos!
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