Donnerstag, 10. Oktober 2019

Der vorletzte Tag

Hallo ihr Lieben,

heute war der vorletzte Tag in Island, es ist unfassbar, wie schnell die Zeit vergangen ist. Wir stehen trotzdem noch immer wieder vor kleinen Herausforderungen. So haben wir uns heute morgen auf den Weg zur Touristeninformation gemacht. Die Dame dort hat ihren Job geliebt^^ - NICHT!
Wir haben uns bei ihr erkundigt, welche Busfahrkarten wir brauchen um zum Interviwtermin und dann nach Keflavik zu kommen. Sie meinte nur das wir die Karten in einem "ten-eleven-shop" holen müssen. Also haben wir uns aufgemacht und haben besagten Shop (was eigentlich ein normaler Lebensmittelladen war) gesucht. Im Shop hat uns dann der super nette Verkäufer versucht zu helfen, er wusste die Verbindungen jedoch auch nicht so richtig. Aber er hat uns schon mal die richtigen Fahrkarten gedruckt. 



Da bei uns dann aber immer noch nicht alle Fragen geklärt waren, haben wir uns darauf geeinigt erstmal zur Bushaltestelle zu gehen und uns dort zu erkundigen. Auf dem Weg dahin sind wir an einer anderen Touristeninformation vorbei gekommen - zumindest dachten wir das, weil es in riesen großen Buchstaben am Haus stand , wie es sich herausstellte vermieteten die Damen aber Autos und konnten uns nicht weiter helfen.

Nachdem wir dann noch ewig auf dem relativ großen Busplatz rum geirrt sind, um die richtige Linie zu finden, haben wir aufgegeben und sind wieder zur ersten Touristeninformation gestiefelt.


Die Dame war sichtlich begeistert und motiviert uns nochmal weiter zu helfen. Hat uns dann aber freundlicher Weise die richtige Verbindung rausgesucht! - Ihr hört dann morgen von uns, ob wir angekommen sind! 😁😁

Weil es Lisa immer noch nicht besser geht, im Gegenteil, sind wir dann noch in eine Apotheke gegangen, wo uns die aber Verkäuferin gleich das gebracht hat, was wir wollten.😷

Danach ist Lisa wieder in die Ferienwohnung, um sich noch etwas hinzulegen.Nora kam, nachdem sie noch etwas durch die Stadt gelaufen ist auch zurück.
Und Anika hat ihren Tag am wunderschönen Hafen von Reykjavik verbracht.



Wir haben uns jetzt noch einmal die Fragen, wo wir keine klare Antwort von den Gesprächspartnern hatten, rausgesucht und werden diese morgen im Interview bei der Sozialversicherungsanstalt speziell nochmal stellen. 

Morgen Abend ist die Reise dann leider auch vorbei, wir werden uns wohl mit gemischten Gefühlen von hier verabschieden.
Jolinchen auf der Regenbogenstraße


Aber dazu hört ihr dann morgen mehr, wenn wir unseren Blog dann am Flughafen schreiben! Also, bis dahin!

Anika, Nora und Lisa💚

Wir müssen ins Krankenhaus

Hallo, ihr Lieben!

Auch heute starteten wir wieder zeitig in den Tag. Um 8:45 Uhr trafen wir uns mit Noémi und Heni vor unserer Partnerschule. Gemeinsam besuchten wir einen Studium Verein, welcher gleich zwei Querstraßen von der Schule entfernt war. Aber so richtig wussten wir alle nicht, was dies sein sollte. Als wir ankamen erwartete uns ein kleines gemütliches Häuschen. Die Mitarbeiterin des Hauses erklärte uns, dass sie hauptsächlich ungarische Studenten unterstützen. Es ist eine Art Hintergrundorganisation für die medizinische Universität. So können die zukünftigen Ärzte kostenfreie Apartments in jeder größeren Stadt beziehen und während ihrer Studienzeit und sogar darüber hinaus dort leben. Die Organisation wird allerdings nicht von dem rumänischen Staat unterstützt, bekommt dafür aber Hilfe von der ungarischen Regierung. Der Studium Verein ist in Ungarn ein Institut von nationaler Wichtigkeit, in Rumänen hingegen nicht. Neben dem kostenfreien Apartment gibt es für die Studenten auch eine Bibliothek oder gemeinsame Veranstaltungen an denen sie teilnehmen können. Letztere werden vom Verein organisiert, damit die ungarischen Studenten sich untereinander, aber auch mit Leitern der Krankenhäuser Transsilvaniens, kennenlernen und vernetzen. Des Weiteren gibt es finanzielle Unterstützung für die werdenden Ärzte in Form von Stipendien. Für uns war es wirklich verwunderlich, wie dieser Verein sich lediglich von der staatlichen Unterstützung der Ungarn und Spenden aus der Region halten kann.
Seine Arbeit ist jedoch umso wichtiger, denn die Hauptaufgabe besteht darin, die frisch gebackenen Ärzte auch in Rumänien zu halten. Heutzutage ist es nämlich ein großes Problem, dass immer mehr Ärzte in andere Länder abwandern. Um dies zu verhindern, wurde der Studium Verein unter anderem ins Leben gerufen.

Wir waren überrascht, dass es so eine kostenfreie und tolle Möglichkeiten für Studenten gibt. Da wir erst 13 Uhr unseren nächsten Termin in einem Krankenhaus hatten, nutzten wir die Zeit um einen Wochenmarkt zu besuchen. Dies ist ein rumänischer Markt, welcher deshalb von unseren Gastschülern gemieden wird. Allerdings war es interessant sich durch diverse Spezialitäten der Region durchzuprobieren. Neben Käse und Honig gab es auch viele verschiednen Dips aus Knoblauch. Schließlich sind wir im Land der Vampire, natürlich mussten wir da alle etwas von dem leckere Knoblauchdip kaufen. 😁


Wochenmarkt in Targu Mures
Später fuhren wir mit dem Auto zum Krankenhaus. Dies ist das einzige im Bezirk Mures und deckt damit ein Gebiet von 6.700 km2 ab - unvorstellbar in Deutschland. Krisztina begleitete uns zu diesem Termin. In der Notaufnahme angekommen, bekamen wir eine exklusive Führung durch alle Räume. Bei der Einlieferung von einem Patienten werden diese in einen von fünf Farbcodes eingeteilt. Rot steht dabei für besonders dringend Fälle. Dem folgt gelb, bei dem Patienten durchaus noch zehn bis fünfzehn Minuten auf eine Arzt warten können. Die weiteren Abstufungen sind grün, blau und weiß. Wobei weiß Patienten umfasst, welche eigentlich keine Notfälle sind und die Notaufnahme nur aufsuchen um schneller behandelt zu werden. die Mitarbeiterin der Notaufnahme erzählte uns viel über die Arbeit in dieser Abteilung. Sie beklagte auch die geringe Privatsphäre der vielen Patienten, welche teilweise nur durch einen Vorhang getrennt nebeneinander liegen. Die Einrichtung der Abteilung war zugegebenermaßen besser als erwartet - farbenfroh und nicht so alt, wie wir erwartet haben. Die Notaufnahme verfügt gerade einmal über sieben Rettungswagen und einen Hubschrauber. Bedenkt bitte die Größe des Gebietes, welche dieses eine Krankenhaus umfasst! Um diese geringe Menge an Rettungswagen aufzustocken, gab es noch einige seeehr alte Fahrzeuge, welche eigentlich gar nicht mehr benutzt werden sollten.


Außenansicht des Krankenhauses




Den Rest des Krankenhauses konnten wir nur sehr kurz sehen und das leider auch ohne eine Führung, weshalb wir darüber nicht aussagekräftig sind. Um ehrlich zu sein, kommt uns das aber auch sehr gelegen, denn das was wir gesehen haben war ziemlich rückschrittlich.

In Rumänien sind die meisten Menschen gesetzlich krankenversichert. Menschen in der Notaufnahme werden allerdings maximal drei Tage lang, auch ohne bestehenden Krankenversicherungsschutz, behandelt. Die Kosten dafür trägt dann die rumänische Regierung. Wir waren beeindruckt wie effizient diese Notambulance arbeitet, jedoch gefiel uns die geringe Privatsphäre der Patienten deutlich weniger.

Mit diesen vielen gesammelte Eindrücken vom heutigen Tag, fuhren wir  noch schnell einen Langos essen. Diesen essen die hier lebenden Ungarn ziemlich gerne. Danach ging’s zurück in unsere Unterkunft.


Auf dem Weg zum Langos 

Morgen geht es für uns wieder in die Partnerschule, wo wir die Klasse von Krisztina, Heni und Noémi besuchen werden. Danach schauen  wir uns einen Kindergarten der Stadt an. 

Bis dahin, viszlát - auf Wiedersehen!

Andy, Lara, Pauline, Vanessa und Sabrina 😊

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Verschiedene Welten

Hallihallo Leute, Gruppe Malta grüßt euch,

der heutige Tag hat uns einmal wieder eines besseren gelehrt, was das Sozialsystem in Deutschland im Gegensatz zu Malta anbelangt. Am Vormittag haben wir das "Casa Amalia" Pflegeheim in Victoria besucht. Bei diesem Pflegeheim handelte es sich im grunde um eine Tagespflege und Nachtpflege die sich auf an Demenz erkrankte Menschen spezialisiert hat, d.h. die Menschen werden von zu Hause abgeholt und in die Einrichtung gefahren. Dort bekommen sie Mahlzeiten sowie Beschäftigungstherapien. Anschließend werden sie natürlich auch wieder nach Hause gefahren. 😉 Eine Pflegerin des Hauses zeigte bei einem Rundgang das Haus und erklärte,worauf viel Wert im Umgang mit erkrankten Menschen gelegt wird und welche Pflege sie benötigen. Wir waren erstaunt, mit wie viel Herzblut und Einfühlungsvermögen man sich um diese Menschen mit einer solch schlimmen Krankheit kümmern kann. Weiterhin gab sie uns einen umfassend Einblick zur Krankheit, wobei wir auch Bewohner des Hauses kennenlernen durften. Zum Schluss konnten wir noch Fragen stellen die uns unter den Nägeln brannten. So haben wir beispielsweise erfahren, dass es eine Art "Grundrente" gibt und dass man grundsätzlich mit 64 Jahren in Rente gehen kann. Aber auch, dass alle Leistungen rund um das Thema Pflege (also der Platz in solch einer Einrichtung, der Fahrdienst, Medikamente, Behandlungspflege, etc.) komplett kostenfrei für Rentner sind. 



Der Therapiehund








Da uns dieser Besuch schon beschäftigt hat, haben wir uns entschlossen noch etwas den Kopf frei zu machen. Aus diesem Grund wollten wir denn Tal´Isopo Tower in San Blas erkunden. Jedoch hat sich die Suche nach diesem Tower sehr schwierig gestaltet, woraufhin wir die Suche aufgeben mussten und an den San Blas Bay "gewandert" sind. Das Wetter war heute wieder recht stürmerisch und regnerisch. Dies hatte zur Folge, dass die Wellen sehr heftig gegen das Ufer und die Steine schlugen. Irgendwann fing es dann auch wieder an zu regnen (wie den ganzen Tag schon 😒), weshalb wir am späten Nachmittag entschieden, wieder Richtung Appartement zu machen. 🚌



Am Abend waren wir noch gemütlich im Clubhouse essen. 🍔🍟

So das wars von uns heute 👋 bis Morgen! 😊

Bürokratiehölle Europa und der große Schock

Hola aus dem sonnigen Sevilla!

Heute war ein aufregender Tag, weil es für uns endlich zu einer Versicherungsgesellschaft ging. Um neun Uhr trafen wir uns an der Schule und machten uns dann auf unseren ca. 30 minütigen Weg mit dem Bus. Erst einmal war es wie immer schwierig, ohne genaue Adresse das richtige Unternehmen zu finden.
Jessica, Annalena, Antonio, Karo und Julius
Dort angekommen kam zuerst eine kleine Ernüchterung: Es war eine private Versicherungsgesellschaft die mit der Krankenversicherung hier in Spanien absolut nichts am Hut hat und nicht mal eine Zusatzversicherung zur Aufstockung anbietet. Das Hauptaugenmerk war hier auf eine KFZ-, Haftpflicht- und Hausratsversicherung gelegt.

Ein Mitarbeiter war aber bereit, uns auch zur staatlichen Krankenversicherung etwas zu erklären, für die es übrigens nur ein Krankenversicherungsunternehmen gibt, bei dem alle Spanier versichert sind! Wir bekamen wie immer heraus, dass es hier eine beeindruckende Versicherung gibt, mit der alle sehr zufrieden sind. Bis auf Zahnimplantate und Schönheitsoperationen ist hier alles zu 100% abgedeckt. Der Beitragssatz, mit dem die Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- UND Unfallversicherung abgedeckt sind, beträgt hier in Spanien 20,4 Prozent. Die Einwohner hier empfinden dies als sehr teuer, was wir nur belächeln konnten. Man zahlt hier in Deutschland weit aus mehr Beiträge und uns sind dafür vom Gesetz, was die Kostenübernahme verschiedenster Leistungen betrifft, ziemlich die Hände gebunden, was hier absolut nicht der Fall ist.
Der Bürokratiewahnsinn ist aber anscheinend ein typisches Europa-Ding. Das System an sich ist zwar total einfach und unkompliziert, die Beantragung und die Wartezeiten jedoch das genaue Gegenteil. Justine, unsere englische Übersetzerin, die aber gebürtige Französin ist, erzählte uns nebenbei, dass es in Frankreich 1:1 dasselbe sei, obwohl das Sozialversicherungssystem absolut nichts mit dem von Deutschland oder Spanien zutun hat.
Eine elektronische Gesundheitskarte, die vor einer Behandlung beim Arzt gezeigt werden muss, gibts hier übrigens auch. Im Allgemeinen haben wir sehr viele Parallelen zu Deutschland gefunden und haben auch aus unserem eigenen Interesse noch viele Kleinigkeiten erfragt, die eigentlich nicht zu unseren Interviewfragen gehörten.

Danach ging es für die Mädels ab in die Shoppingstraßen von Sevilla, während Julius die Wohnung aufgeräumt hat - wie ihr seht haben wir unseren Hahn in der Gruppe sehr gut unter Kontrolle! ;) 

Warum Julius aufräumen und alles putzen musste? Vor ein paar Tagen bekamen wir von unserem Vermieter eine wirre Information, dass wir ab Mittwoch einen Gast in unserer Wohnung haben der bis zum Ende des Projektes bleibt. Wo der oder besser gesagt sie schlafen soll? Tzija, das haben wir uns ehrlich gesagt auch gefragt, da alle Betten belegt sind. Wir waren bis heute der Meinung, dass er uns verwechselte und die Italienerin nicht mit in unser Apartment einzieht. 

Doch: falsch gedacht. Wir müssen uns jetzt bis Samstag quasi mit einer wildfremden Person die Wohnung teilen. Julius hat extra sein Zimmer geopfert, damit wir das Wohnzimmer weiterhin als gemeinsamen Arbeits- und Essraum nutzen können, da die Italienerin sonst dort geschlafen hätte. Sie sollte eigentlich spätestens 20 Uhr ankommen - bisher ist noch nichts passiert. Es bleibt also spannend.

Morgen gehts dann zu unserem letzten Besuch - einem Krankenhaus. Wir sind wie immer gespannt und merken, wie sich die Zeit langsam zum Ende neigt, leider... 
Wir hören uns morgen chicas y chicos!

Katzen, Kirchen und Leuchttürme

Hallo ihr Lieben,

wir haben uns heute mal wieder aufgeteilt.

Da es nun auch Lisa ziemlich erwischt hat, ist sie erstmal im Bett geblieben. Zum Mittag hat sie dann wieder Auflauf gemacht. 🍛😍
Nach dem Essen haben wir dann die zwei restlichen Tage geplant, bezüglich des Interviews und wie wir dort hinkommen.
Gegen 15.45 Uhr sind wir dann nochmal zusammen los und haben noch nach Geschenken für Lisas Geschwister gesucht. - Und sind natürlich auch fündig geworden. Unter anderem fanden wir auch diese süße Katze, die einfach mitten im Geschäft auf einem Stapel Tücher lag!



Nora ist heute morgen zu einem Spaziergang durch die Stadt aufgebrochen. Erst ging es Richtung Meer, ein Stück am Ufer entlang mit wunderbarem Blick auf die Bucht. Auf dem Rückweg ins Zentrum von Reykjavik fand auch sie ein paar schöne Souvenirs und Geschenke. Bevor sie zur Ferienwohnung zurück kehrte, besuchte sie noch die Kirche Hallgrimskirkja, die größte Kirche Reykjaviks.Nach dem Essen planten wir das Interview am Freitag und die verbleibende Zeit. 


Anikas Tag ging mit einer Besichtigung der größten Kirche Reykjavíks los. 


Danach wurde kurz durch die Stadt gebummelt, um die restlichen Souvenirs für die Familie zu besorgen. Weiter ging es zu einem gemütlichen kleinen See, an dem das Rathaus steht und einem angrenzendem Park mit vielen Wildgänsen. 


Nach etwa drei Stunden Fußmarsch und einigen Stops, um Fotos zu machen, kam sie dann an ihrem eigentlichen Ziel an. Einem Leuchtturm umgeben vom grönländischen Meer. Der ganze Weg von Reykjavík bis zum Leuchtturm war am Meer und lud zum Entspannen ein.



Bis morgen
Lisa, Nora und Anika 💚

Theater in Rumänien

Hallo, Ihr Lieben!

Unser Tag begann wieder in der Partnerschule „Bolyai Farkas“. In einer elften Klasse erzählten wir erneut von unserem Leben in Deutschland und dem dortigen Schulsystem. Im Gegensatz zu den Klassen davor, interessierte sich diese sehr für Musik. So lauschten wir neben der deutscher Volksmusik auch dem Rapper Kontra K. 

Da wir heute nur eine einzige Unterrichtsstunde in der Schule halten mussten, gingen wir danach noch gemütlich einen Kaffee trinken und zurück zur Unterkunft. Dort angekommen werteten wir unseren gestrigen Besuch der Caritas aus. Durch die Menge an Informationen hatten wir damit genug zu tun. 

Außen pfui, innen hui 
Um 14 Uhr trafen wir uns mit Heni vor der Schule. Gemeinsamen besuchten wir das Nationaltheater von Targu Mures. Réka, eine Mitarbeiterin des Theaters, zeigte uns das gesamte Gebäude und gab uns einige spannende Fakten zu diesem. So gibt es neben einem aus 30 Leuten bestehenden rumänischen Ensemble, ebenfalls ein ungarisches Team mit 34 Schauspielern. Das Theater war nicht so groß und besaß deshalb nur einen größeren Saal mit 600 Sitzplätzen und einen kleinen Saal mit 100 Sitzplätzen. Das Nationaltheater war allerdings trotzdem sehr schön und mit vielen kleinen Details verziert. Beispielsweise gab es eine Bildergalerie, welche alle Schauspieler der entsprechenden Ensembles zeigte oder Wandtapeten, die per Hand von Nonnen gewebt wurden. Réka erzählte uns ebenfalls, dass das verfügbare Budget nur gering ist und deshalb viele Projekte nicht so umgesetzt werden können, wie es sich die Schauspieler wünschen. 

Foyer des Nationaltheaters 
Von Hand gewebte Wandbezug im Foyer 
Großer Theatersaal
Kostümfundus 
Nach unserem sehr ausführlichen Rundgang durch das Nationaltheater, trafen wir uns mit Noémi und Peter. Er ist ebenfalls Schüler unserer Partnerschule. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in ein Waisenhaus, in welchem acht Mädchen ab 15 Jahren untergebracht sind. Das Kinderheim ist an die Kirche angegliedert und bezieht deshalb seine meisten Einnahmen aus Spenden. Die Stiftung bekommt außerdem von der Gemeinde 400 RON pro Monat für ein Kind. Der Leiter des Waisenhauses erzählte uns ebenfalls, dass die Kinder untereinander eine große Familie bilden. Jeder hilft dem anderen und packt im gemeinsamen Haushalt mit an. 

Was uns überraschte ist, dass das Waisenhaus doch relativ klein war. So gab es für die acht Kinder nur zwei Schlafzimmer und ein Bad. Da immer ein bis zwei Betreuer vor Ort sind, ist eine individuellere Betreuung des Einzelnen möglich, anders als vielleicht in Deutschland, wo viel mehr Kinder gleichzeitig betreut werden müssen.
Einmal im Monat kommt ein staatlicher Aufseher vorbei und prüft wie es den Kindern geht. Der Leiter des Kinderheims erklärte ebenfalls, dass es ein etwas größeres Haus außerhalb der Stadt gibt. Dies bietet 23 Kindern ab sechs Jahren ein neues Zuhause.


Eins der Zwei Schlafzimmer der Waisenkinder 
Im Anschluss an unseren Besuch im Waisenhaus fuhren wir zu einer Sporthalle. Krisztina trainiert dort fast täglich Tischtennis. Sie hat mit 15 Jahren den dritten Platz der Europameisterschaft gewonnen. Krisztina zeigte uns die gesamte Sportanlagen und erklärte einiges zum Sportverhalten der Kinder. So sind viele Kinder aktive Mitglieder in Sportvereinen und nutzten dort ihre kostenfreien Möglichkeiten voll aus. In manchen privaten Sportvereinen muss man einen monatlichen Mitgliedsbeitrag zahlen, in vielen staatlichen Einrichtungen dagegen, so auch in dem Tischtennisverein von Krisztina, zahlt man keinen Beitrag. 

Turnhalle des Sportvereins 

Wir verließen unsere Gastschülerin, damit diese noch trainieren konnte und machten uns zurück auf den Weg in die Unterkunft. Morgen steht bei uns auf jeden Fall ein Besuch des staatlichen Krankenhauses auf der Agenda. Mal sehen, was uns noch alles an neuen Erfahrungen erwartet. 

Bis dahin, viszlát - auf Wiedersehen!

Andy, Lara, Pauline, Vanessa und Sabrina 😊

Dienstag, 8. Oktober 2019

Buenas tardes Amigos! 

Heute haben wir uns mal der komplett anderen Altersgruppe gewidmet, denn wir haben zwei Kindergärten besucht!👼

Auch heute ging es wieder zeitig (09:30 Uhr) los. Wir trafen uns wieder mit Antonio (unseren Partner vor Ort) und Marie (unsere perfekte Unterstützung beim dolmetschen)in der Sprachschule und machten uns per pedes zur ersten Einrichtung, welche in privater Hand war.
Kaum hatte Antonio geklingelt, öffnete sich die Eingangstür und wir wurden herzlich, wie die Spanier nunmal sind per Wangenkuss links und rechts, begrüßt. Nach einer kurzen Vorstellung beider Seiten, ging es schon in den ersten Raum, wo die kleinsten Racker (bis maximal ein Jahr alt) schon auf uns warteten. Eine Kindergärtnerin hatte es sich mit den Kindern auf dem Boden gemütlich gemacht, denn die Kleinen wollten mit einer Papprolle und roter Farbe auf einem Blatt Papier ihre künstlerischen Fähigkeiten austesten. Berührungsängste gab es nicht, da ein kleines Mädchen auf Julius zukam und seinen Finger hielt.😱😻
Annalena beim Notieren der Infos
Marie war als Übersetzerin wieder einsame Spitze!
Die Leiterin der ersten KiTa
Weiter ging es zur nächsten Altersgruppe, die Kinder zwischen ein paar Monaten und zwei Jahren. Dort gab es gerade Frühstück. Jedoch wird schon hier Wert auf Selbstständigkeit gelegt, denn ihnen wird das Essen zwar gegeben, aber zum Mund führen und mampfen müssen sie schon allein. Dem ein oder anderen Kind hat das manchmal gar nicht gefallen. Wir wollten dabei auch nicht weiter stören, also ging es zur dritten und letzten Altersgruppe in diesem Kindergarten: den maximal Dreijährigen. Dort wurden alle Speisen schon zu sich genommen, jedoch nicht irgendwie. Komplett selbstständig muss gegessen werden! Als wir in das Zimmer reinkamen, wurden schon die Stühle selbstständig weggeräumt und die Brotbüchse verstaut. Einen neuen Star der Opernszene haben wir wahrscheinlich auch schon entdeckt, da ein Kind aus dem nichts anfing, für uns zu singen. Einfach herzallerliebst!🎤

Nachdem wir uns den Kindergarten komplett angeschaut haben, setzten wir uns mit der Leiterin zusammen auf den Boden, um über wesentliche Fakten zu sprechen. Heraus kamen viele Informationen. Die Kinder kommen im Schnitt mit 4 Jahren in die Schule. Dort wird jedoch erstmal nicht viel anders gemacht, als in Deutschland in der KiTa oder in der Vorschule. Des Weiteren wird sehr darauf geachtet, dass die Selbstständigkeit ausgebaut wird! Ein weiterer großer Aspekt ist, dass die Kinder psychologisch betreut werden, um früh genug Auffälligkeiten im Verhalten zu erkennen und zu fördern.🙇💪

Nach der Verabschiedung ging es mit dem Bus für ca. 15 Minuten zur nächsten Kindertagesstätte. Hier fiel uns gleich auf, dass es sich um eine andere Art handelt. Wie sich herausstellte, war dies nämlich eine staatliche Einrichtung. Uns empfing der Leiter, welcher großen Wert auf seine Mitarbeiter legte. Er selbst hatte nicht so ganz das perfekte Händchen für den Umgang mit Kindern. Wir sahen uns die einzelnen Räume an und sahen als erstes die Kleinsten beim Einschlafen.💤 
Das Alter steigerte sich von Raum zu Raum, wie bei der ersten Einrichtung. Die Ältesten befanden sich gerade draußen beim Spielen, bevor es Mittagessen gab. Auch hier war das Gemecker über das selbstständige Essen bei Einigen wieder sehr groß. Der Unterschied zur ersten KiTa war hier, dass die Kinder sehr schnell bilingual (mit spanischen und englischen Worten) vertraut gemacht werden. Zwar sprechen sie nicht beide Sprachen, jedoch ist das Ziel, dass sie bei beiden Sprachen verstehen, was man grundsätzlich von ihnen möchte. Ein weiterer Unterschied war der Preis. Im ersten Kindergarten schwanken die Preise zwischen 230 - 400 EUR und im Zweiten gibt es einen staatlich festgelegten Preis in Höhe von 278,88 EUR.💰
Julius, begeistert von all den Rackern
Der Leiter der zweiten KiTa
Abschlussbild eines erfolgreichen Tages
Nach diesem Tag musste erst einmal eine Siesta gehalten werden. Nachdem alle wieder Energie hatten haben wir erneut unsere Stadt ein wenig erkundet und es uns am Guadal Quivir noch ein Getränk genehmigt. Morgen geht es dann zu einer Versicherungsgesellschaft, wofür wir mehr als fit sein müssen! In diesem Sinne:
Hasta pronto!🍹


Besuch des Gozo General Hospitals

Hallo, Malta meldet sich wieder zurück! 😊

Bei uns stand heute ein Krankenhausbesuch in Victoria an, jedoch erst am Nachmittag. Also überlegten wir, was wir noch am Vormittag machen könnten. Da das Wetter leider immernoch regnerisch ist ☔, entschieden wir uns dazu, einen kleinen Bummel durch Victoria zu machen und dabei gleich noch ein paar Mitbringsel für die Heimat zu kaufen. Dabei waren wir auch erfolgreich und kauften u.a. Olivenöl, maltesische Tomatenpaste und landestypische Gewürze. 🍅 Um 14 Uhr gingen wir dann wieder ans Gozo College, von welchem wir ans Gozo General Hospital gebracht wurden. Jedes Mal, wenn wir einen Termin haben, schafft uns jemand von der Schule an die jeweiligen Orte, wofür wir auch sehr dankbar sind. 😊 Angekommen am Krankenhaus wurden wir von der Ausbildunsleiterin Josephine empfangen und starteten als erstes einen Rundgang durch das Gebäude. Dieses ist, sowie auch in Deutschland, in verschiedene Abteilungen eingeteilt. So z.B. die Orthopädische und Mutterschaftsstation. Nebenbei erzählte uns Josephine noch einiges über die Ausbildung und die verschiedenen Studienmöglichkeiten. Dabei ging sie auch gezielt auf uns ein und appelierte an uns, dass man sich immer weiterbilden sollte und es schade wäre, wenn man immer nur auf seinem Stand bleiben würde. Die Welt sei zu klein um nur an einem Ort zu bleiben, meinte sie. Was wir bei unserem Rundgang feststellten war, dass gegenüber unseren Krankenhäusern in der Heimat, die Ausstattung der Patientenzimmer sowie die Hilfsmittel und jegliche weitere Gegebenheiten moderner und in größeren Mengen vorhanden waren. Diese Tatsache hat uns sehr erstaunt. 😅 Weiterhin hat uns Josephine einen umfangreichen Einblick in das Gesundheitssystem von Malta gegeben. So haben wir erfahren, dass es keine "gesetzliche" Krankenversicherung gibt, sondern dass man automatisch staatlich abgesichert ist, wenn man maltesischer Staatsbürger ist und Steuern zahlt.

Am Gozo General Hospital

Jolinchen darf natürlich auch hier nicht fehlen!


In den Straßen von Victoria

Am Gozo College

Nach diesem tollen Besuch haben wir anschließend unseren Einkauf getätigt und haben gemeinsam gekocht. Nun lassen wir gemütlich den Abend mit Harry Potter ausklingen. 😉

Bis morgen ihr Lieben! 😊